Aus welchen Teilen besteht die MFA Abschlussprüfung?
Die MFA-Abschlussprüfung gliedert sich in zwei große Bereiche:
Schriftlicher Prüfungsteil (drei Prüfungsbereiche gemäß Ausbildungsverordnung, § 9 Abs. 4):
- Behandlungsassistenz – 120 Minuten
- Praxisorganisation und -verwaltung – 120 Minuten
- Wirtschafts- und Sozialkunde – 90 Minuten
Praktischer Prüfungsteil:
- Eine praxisnahe Handlungsaufgabe
- Ein anschließendes Fachgespräch zur fachlichen Begründung des eigenen Vorgehens
Welche Inhalte werden geprüft?
Im schriftlichen Teil geht es unter anderem um:
- Medizinisches Fachwissen: Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Arzneimittellehre
- Behandlungsassistenz: Assistenz bei Diagnose- und Therapiemaßnahmen, Patientenbetreuung vor, während und nach der Behandlung
- Hygiene und Infektionsschutz: Hygienestandards, Umgang mit Instrumenten und Geräten
- Praxisorganisation: Terminvergabe, Datenverwaltung, Qualitätsmanagement
- Abrechnung: Anwendung von GOÄ und EBM
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Sozialversicherung, Arbeitsrecht, betriebswirtschaftliche Grundlagen
Der praktische Teil prüft dagegen die konkrete Umsetzung: Blutabnahmen, das Anlegen von Verbänden, das Messen von Vitalzeichen sowie der sichere Umgang mit medizinischen Geräten unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Auch die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie mit dem Praxisteam fließt in die Bewertung mit ein.
Voraussetzungen für die Teilnahme
Neben dem regulären Ausbildungsweg gibt es zusätzliche Zulassungsvoraussetzungen für den praktischen Teil, etwa der Nachweis über absolvierte Notfalltrainingskurse (häufig ein neunstündiger praxisbezogener Kurs sowie zwei vierstündige Kurse). Diese Nachweise solltest du frühzeitig sammeln, da sie in der Regel Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung sind.
Auch wer die Ausbildung nicht klassisch durchlaufen hat, kann unter bestimmten Bedingungen zur Prüfung zugelassen werden: Wer mindestens viereinhalb Jahre in Vollzeit (bzw. neun Jahre in Teilzeit) im Berufsbild der MFA gearbeitet hat, kann sich gemäß § 45 Berufsbildungsgesetz (BBiG) als externer Teilnehmer zur Abschlussprüfung anmelden.
Termine und Anmeldung
Die Abschlussprüfung findet in der Regel zweimal jährlich statt, als Sommer- und als Winterprüfung. Die genauen Termine sowie Anmeldefristen legt die jeweils zuständige Ärztekammer fest und veröffentlicht sie auf ihrer Website sowie über die Berufsschule. Typische Anmeldefristen liegen beispielsweise im Februar für die Sommerprüfung und im August für die Winterprüfung, die konkreten Daten unterscheiden sich jedoch von Kammer zu Kammer, weshalb ein rechtzeitiger Blick auf die eigene Ärztekammer wichtig ist.
Wer besonders gute Ausbildungsleistungen erbringt, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragen und die Ausbildungszeit so verkürzen.
So gehst du die Vorbereitung strukturiert an
- Stoffkatalog nutzen: Viele Ärztekammern stellen einen Stoffkatalog mit den Kernbereichen der prüfungsrelevanten Inhalte zur Verfügung. Er erhebt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bietet aber eine gute erste Orientierung.
- Alle drei schriftlichen Bereiche gleichmäßig einplanen: Gerade Wirtschafts- und Sozialkunde wird häufig unterschätzt, obwohl sie einen eigenständigen Prüfungsteil bildet.
- Praktische Abläufe regelmäßig üben: Der praktische Teil verlangt sicheres Handeln unter Zeitdruck – das lässt sich am besten im echten Praxisalltag trainieren.
- Formalitäten im Blick behalten: Anmeldefristen, Nachweise über Notfalltrainingskurse und weitere Unterlagen frühzeitig zusammenstellen, damit organisatorisch nichts im Weg steht.
Fazit
Die MFA-Abschlussprüfung ist anspruchsvoll, aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu meistern. Wer die Prüfungsinhalte kennt, frühzeitig mit dem Lernen beginnt und die organisatorischen Fristen im Blick behält, kann dem Prüfungstag gelassen entgegensehen und den erfolgreichen Abschluss als Medizinische Fachangestellte in greifbare Nähe rücken.
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FAQ: Häufige Fragen zur MFA Abschlussprüfung
Wie lange dauert die MFA-Abschlussprüfung insgesamt?
Wann finden die Abschlussprüfungen statt?
In der Regel gibt es zwei Prüfungstermine pro Jahr – eine Sommer- und eine Winterprüfung. Die genauen Termine und Anmeldefristen bestimmt die zuständige Ärztekammer und veröffentlicht sie rechtzeitig auf ihrer Website.
Kann ich die Abschlussprüfung auch ohne klassische Ausbildung ablegen?
Ja, über § 45 BBiG ist eine externe Zulassung möglich, wenn du mindestens viereinhalb Jahre in Vollzeit (bzw. neun Jahre in Teilzeit) im MFA-Berufsbild gearbeitet und dies durch qualifizierte Arbeitszeugnisse nachgewiesen hast.
Welche Nachweise brauche ich zusätzlich zur Prüfungsanmeldung?
Häufig wird der Nachweis über absolvierte Notfalltrainingskurse verlangt, etwa ein neunstündiger praxisbezogener Kurs sowie zwei vierstündige Kurse. Die genauen Anforderungen erfährst du bei deiner Ärztekammer.
Kann ich die Abschlussprüfung vorziehen?
Bei entsprechend guten Ausbildungsleistungen in Betrieb und Berufsschule ist eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung möglich. Den Antrag stellst du über das Ausbildungsportal deiner zuständigen Ärztekammer.